Definitionen von Innovation?

In diesem kurzen Artikel wird untersucht, was Innovation ist. Wie viele Dinge hat es für verschiedene Menschen, Unternehmen und Märkte eine unterschiedliche Bedeutung. Tatsächlich zeigen die folgenden Beispieldefinitionen, wie schwierig es ist, Innovation zu beschreiben. Was also ist Innovation?

Innovation wurde von Joseph Schumpeter, dem österreichischen Ökonomen, definiert als:

1. Die Einführung einer Ware (Produkt), die für den Verbraucher neu ist oder von höherer Qualität als in der Vergangenheit verfügbar war;

2. Produktionsverfahren, die für einen bestimmten Industriezweig neu sind. Diese basieren nicht unbedingt auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und wurden beispielsweise bereits in anderen Industriebereichen eingesetzt;

3. Die Öffnung neuer Märkte;

4. Nutzung neuer Bezugsquellen;

5. Neue Wettbewerbsformen, die zur Umstrukturierung einer Branche führen.

(Schumpeter (1934) ‚The Theory of Economic Development‘ Harvard University Press, Boston)

Es gibt andere Definitionen, das britische Innovationsministerium (Teil des damaligen Ministeriums für Handel und Industrie) definiert es als die „erfolgreiche Nutzung neuer Ideen“, Richard Branson definierte 1998 in einer DTI-Vorlesung „ein innovatives Unternehmen ist eines, das lebt und“ atmet ‚über den Tellerrand‘. Es sind nicht nur gute Ideen, sondern eine Kombination aus guten Ideen, motivierten Mitarbeitern und einem instinktiven Verständnis für die Wünsche Ihres Kunden.“

Von der Theorie weg, aus betriebswirtschaftlicher Sicht dreht sich bei Innovation alles um die kommerzielle Verwertung neuer Ideen. Diese neuen Ideen könnten ein neues, überarbeitetes Produkt oder eine Dienstleistung oder eine Erweiterung eines bestehenden Sortiments sein (denken Sie an die Änderungen am iPod von Apple als gutes Beispiel dafür). Erfolgreiche Innovation könnte sich auf den Prozess der Herstellung des Gutes oder der Dienstleistung selbst beziehen. Beispiele hierfür sind verbesserte Betriebsabläufe oder eine optimierte Lieferkette. Bei Innovation kann es um Positionierung gehen. Ein Beispiel hierfür ist die Billigflugbranche oder die Online-Anpassung von Produkten (wiederum Apple und seine Online-Store-Fähigkeit, Ihren neuen Apple iMac oder MacBook Pro zu konfigurieren!). Schwieriger zu definieren und zu entwickeln könnte Innovation durch ein neues Paradigma sein. Dies ist definiert als „wie wir unser Tun gestalten“. Beispiele sind neue Plattformen, wie IBM, das sich als Beratungsunternehmen neu erfindet, oder iTunes.

Innovation kann weiter in inkrementelle, radikale und diskontinuierliche unterteilt werden. Am weitesten verbreitet ist die inkrementelle Innovation, bei der es einfach darum geht, etwas besser zu machen. Radikale Innovation, die etwas schwer fassbarer ist, macht etwas anderes. Am schwierigsten und potenziell bedrohlichsten ist die diskontinuierliche Innovation. Dies führt in der Regel zu erheblichen Veränderungen, oft durch das Entstehen völlig neuer, unvorhersehbarer Märkte oder als Ergebnis eines neuen technologischen Durchbruchs. Die Einführung eines neuen Geschäftsmodells – wie Amazon – ist ein Beispiel für diskontinuierliche Innovation. Ein Beispiel für eine radikale Innovation könnte die Einführung von Digitalkameras sein.

Innovation ist entscheidend für das Wachstum einer Organisation. Innovation ist überall um uns herum – und es muss nicht unbedingt die Schlagzeile sein, die bahnbrechende Trauminnovationen hervorruft. Die Mehrheit der Innovationen ist klein und inkrementell – sind Sie/Ihre Organisation innovativ? Verstehen Sie/Ihre Organisation, was Innovation ist?

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